Knabbern statt Quetschie: So stärkt Essen Lippen, Zunge & Zähne
Habt ihr schon mal ein Kind gesehen, das an einer Möhre knabbert? Manchmal sieht es fast nach Schwerstarbeit aus: Lippen pressen, kräftig zubeißen, die Zunge balanciert – und genau das ist der Punkt! Härteres Essen ist kein unnötiger Kraftakt, sondern ein Fitnessstudio für die Muskeln im Mund und Gesicht.
Wenn die Lippen und Zungen zu schwach sind, kann es zu Problemen kommen: Myofunktionelle Störungen – was steckt dahinter?
Wenn Lippen, Zunge und Wangen nicht kräftig genug arbeiten können, spricht man von myofunktionellen Störungen. Das klingt kompliziert, hat aber ganz praktische Folgen:
- Viele Kinder lassen den Mund unbewusst offen stehen.
- Sie atmen überwiegend durch den Mund.
- Beim Schlucken „schiebt“ die Zunge gegen die Zähne.
Das ist kein harmloser Tick, sondern kann Aussprachestörungen, Erkältungskrankheiten und Zahnfehlstellungen begünstigen. Kieferorthopäden schätzen, dass in Deutschland rund 30–40 % aller kieferorthopädischen Behandlungen auch mit falschen Schluck- und Zungenmustern, eben diesen myofunktionellen Störungen, zusammenhängen.
Was das nun mit Möhren zu tun?
Unsere Mundmuskeln entwickeln sich durch Gebrauch – genau wie jeder andere Muskel im Körper. Wer vor allem Brei, weiches Weißbrot, weich gekochte Speisen oder Quetschies isst, trainiert die Zunge kaum und lässt die Lippen im „Dornröschenschlaf“.
Harte Lebensmittel dagegen sind wie Hanteln fürs Gesicht. Ein paar Beispiele:
- Knackige Äpfel → trainieren Lippenkraft.
- Vollkornbrot → fordert die Kaumuskeln.
- Karottensticks → lassen die Zunge richtig arbeiten.
Warum das wichtig ist?
Gut trainierte Lippen- und Zungenmuskeln sorgen nicht nur für ein gesundes Schluckmuster und schöne Zahnstellung, sondern auch für:
- klarere Artikulation beim Sprechen,
- bessere Nasenatmung (wichtig für die Gesundheit),
- und ein selbstbewusstes, kräftiges Lächeln.
Ich habe ein paar ganz leicht umzusetzende Alltags-Tipps für euch:
Keine Sorge, es geht nicht darum, Kindern das Leben schwer zu machen. Aber kleine Alltagsübungen wirken oft Wunder:
- Lieber mal ein Brot mit Kruste als immer Toast.
- Äpfel in Spalten statt Apfelmus.
- Karotten knabbern statt nur Saft trinken.
Und das Beste: Kinder finden es oft richtig lustig, wenn es mal „knackt und kracht“ beim Essen.
Harte Kost ist also mehr als nur Nahrungsaufnahme – sie ist Mund-Sportstudio und unsere Gewichte sind feste und harte Lebensmittel. So sorgt ganz nebenbei, beim Essen; für gesunde Zähne, eine bessere Atmung und eine klare Aussprache.
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